Südtirol
Nach langwieriger und vor allem sorgfältiger Renovierung zeigt sich der Buschenschank Wassererhof in altem Glanz.

Wassererhof Völs am Schlern

Buschenschank Wassererhof Die Geschichte des Buschenschanks Wassererhof reicht bis ins ferne Jahr 1366 zurück.

Der „Hof zu Wasser“, so die damalige Bezeichnung des Wassererhof, wurde auf Anordnung der Herren von Liechtenstein errichtet. Der Wassererhof wurde Pächtern übergeben, die einen jährlichen Pachtzins in Form von Naturalien zu bezahlen hatten, namentlich waren dies 7 Yren Most, 20 Star Roggen, ein halber teil Wein und 20 Eier. Der Wassererhof liegt an einer damals wie heute reich sprudelnden Quelle, die Verfügbarkeit des kostbaren Nass brachte gute Erträge und damit Wohlstand. Als Dank stiftete 1522 ein gewisser Peter Wasserer einen ewigen Jahrtag in der Pfarrkirche von Völs.

Der Niedergang
Welche Misswirtschaft dazu führte, ist nicht genau dokumentiert, jedenfalls musste nach einem finanziellen Fehlbetrag von 11.000 Gulden im Jahre 1776 der Konkurs angemeldet werden. In den folgenden Jahrzehnten ergab sich ein schleichender Niedergang des einstmals angesehenen Wassererhofes.

Die Renovierung
Als im Jahr 1996 der Vater der Zwillingsbrüder Christoph und Andreas Mock den Wassererhof erwarb, waren die umliegenden Güter nicht mehr bewirtschaftet und das Hofgebäude selbst bereits stark sanierungsbedürftig. Nach den Plänen der Architektin Sylvia Hafner Polzhofer wurde der Wassererhof schließlich in zweijähriger Bauzeit zu neuem Leben erweckt. Bemerkenswert ist die Symbiose zwischen alten Elementen und stilsicheren modernen Ergänzungen, die den Wassererhof heute zu einem Beispiel für die harmonische und doch zeitgemäße Renovierung eines alten Bauernhofes macht.