Blick auf Toblach   im Hintergrund das Höhlensteintal und das Haunold Massiv.

Toblach

An der Wasserscheide. Toblach im Hochpustertal: der Toblacher Sattel ist eine markante Wasserscheide zwischen der Adria und dem Schwarzen Meer. Die Rienz, die zu Füßen der Drei Zinnen im Rienztal entspringt, fließt bei Toblach in westlicher Richtung weiter bis zum Eisack. Die Drau hat ihr Quellgebiet zu Füßen der Neunergruppe und fließt hingegen in östlicher Richtung. Dieser Fluss ist einer der wenigen auf italienischem Staatsgebiet die somit nicht in das Mittelmeer bzw. die Adria entwässern.

Toblach liegt auf einem flachen Schuttkegel, das Material stammt vom Silvesterbach aus dem gleichnamigen Tal, das nordöstlich vom heutigen Ortskern verläuft. Im Süden des ursprünglichen Dorfkerns, am Eingang des spektakulären Höhlensteintales, liegt die nach der Erschließung durch die Eisenbahn neu entstandene Siedlung Neutoblach.
Die Region war nachweislich in der Hallstattzeit besiedelt, gehörte später zum Königreich Norikum und ab 15 n. Chr. zum römischen Reich. Die Ortschaft Toblach selbst wird erstmals 827 mit dem Namen Duplago erwähnt. Möglicherweise enstanden als Gründung des nahe gelegenen Benediktinerklosters Innichen.

Den großen Aufschwung erlebte Toblach mit der Erschließung durch die Eisenbahn und dem Aufkommen des Tourismus. Das großartige Grand Hotel, heute als Kulturzentrum genutzt, zeugt von dieser Zeit. Die Lage Toblachs ist natürlich denkbar günstig für den Tourismus. Es locken zahlreiche Wanderwege und Klettersteige im Herzen der Dolomiten, die berühmten Drei Zinnen liegen zum Teil auf Toblacher Gemeindegebiet. Auch Mountainbiker haben die Bergwelt um Toblach schon lange für sich entdeckt. Und die im Winter meist kalten Temperaturen garantieren eine lange Skisaison für Skitourengeher, Skifahrer und vor allem für Langläufer.