Da bahnt sich eine prunkvolle Einkaufsstraße ihren Weg mitten hindurch. Giebel, Zinnen, Erker und schmiedeeiserne Wirtshausschilder sind ihre ständigen Begleiter. Eng aneinander geschmiegte Bürgerhäuser säumen den Weg. Nur einigen schmalen Gassen gelingt es sie zu trennen.
All die historischen Gasthäuser der Innenstadt haben ihren Baubestand bewahrt. Sie öffnen ihre Tore zu weiten Höfen und einstigen Stallungen, lassen sich somit immer noch als ehemalige Kaufmanns- und Fuhrmannsherbergen erkennen.
Schließlich war Sterzing im Wipptal seit Alters her ein wichtiger Handels- und Verkehrsknotenpunkt. Eine Blüte erlebte die Stadt mit dem Aufschwung des Bergbaus im 15. Jahrhundert, welcher den Bürgern zu großem Wohlstand verhalf.
Vom einstigen Reichtum der Stadt zeugt unter anderem das Rathaus, eines der schönsten Tirols: Ein prunkvolles, spätgotisches und von besonders kunstvollen Erkern geziertes Gebäude. Die Ratstube präsentiert sich mit einer schweren Balkendecke, Holztäfelung und alten Türen. Im Innenhof befindet sich eine Nachbildung des Mithrassteins, welcher in der Nähe gefunden wurde.
Am Stadtplatz, ganz in der Nähe, befindet sich die Kirche zum Heiligen Geist. Äußerlich eher unauffällig, präsentiert sie all ihre Pracht im Inneren, in Form von prächtigen, farbenfrohen Fresken.
Auch das Multscher- oder Stadtmuseum ist Treffpunkt für Kunstliebhaber. Neben Relikten der Stadtgeschichte sind hier die Figuren des Multscher-Altars untergebracht. Er gilt als Meisterwerk seiner Epoche und gab der Kunst in Tirol eine neue Richtung.
Nirgends kann man eine Stadtbesichtigung so unerwartet beenden wie in Sterzing. Vom Stadtzentrum entfernt sind es nämlich nur wenige Schritte bis zur Talstation des Hausbergs Rosskopf, welcher vor allem im Winter mit Schneesicherheit und einer beeindruckenden Landschaft überzeugt. Eine Kabinenseilbahn führt auf 1.860 Meter. Auf die Sonnenterrasse der Stadt.










