St. Christina in Gröden liegt wunderschön zwischen Geisler Gruppe und Langkofel.

St.Christina in Gröden

Von Holzschnitzerei und Dolomitengipfeln. Ladinisches Brauchtum, bäuerliche Tradition und die über Generationen überlieferte Kunst der Holzschnitzerei prägen das Bild des idyllischen Dorfes St. Christina in Gröden. Malerisch gibt es sich vor einer traumhaften Dolomitenkulisse, präsentiert sich seinen Besuchern zierlich und makellos.

Idyllisch liegt St. Christina in Gröden zwischen Geisler Gruppe und Langkofel am Grödner Bach. Über 90% der nahezu 2000 Einwohner gehören der ladinischen Sprachgruppe an. Brauchtum und Tradition der ladinischen Kultur prägen hier nicht nur jährliche Festlichkeiten, sondern auch den ganz gewöhnlichen Alltag. Auf 1428 m liegt St. Christina als kleinste Ortschaft des Grödnertals, dennoch aber keineswegs unscheinbar.

Es war einmal ein Bauernhof, der heutige Hof Uleta. Man erzählt sich, dass er auf eine Schafschwaige zurückgeht, die im 12. Jahrhundert von Burckhard von Völs dem Kloster Neustift geschenkt wurde. Heute gilt der Hof Uleta als ältester Bau, der das Dorf St. Christina in Gröden begründete. Bis zum 15. Jahrhundert gab es bereits dreißig Höfe in St. Christina, die Bevölkerung stieg von da an stetig. Früh war demnach schon klar, dass St. Christina ein schönes Fleckchen ist, auf dem man sich gerne niederlässt.

Im Ersten Weltkrieg kämpften und fielen viele junge Männer aus St. Christina an der Dolomitenfront. Von russischen Gefangenen wurde in den Jahren 1915-16 die Grödnerbahn gebaut, um die Einheiten an der nahen Front zu versorgen. Bis 1960 war St. Christina durch die Bahn mit Klausen verbunden; dann wurde die Schmalspurbahn stillgelegt. Teile der Trasse und vereinzelte Bahnhöfe sind noch erhalten. In St. Christina wurde auf der Trasse der Planetenweg angelegt. Neben einer maßstabgerechten Darstellung des Sonnensystems finden sich hier auch Informationstafeln zur historischen Bahn.

In der Nachkriegszeit entstanden in St. Christina zwei der größten Spielzeug- und Holzskulpturhersteller des Tales. Seit 1850 war die Holzschnitzerei zum wichtigsten Wirtschaftszweig von Gröden herangewachsen. Anton Riffeser und Josef Senoner beschäftigten hunderte Schnitzer, Maler und Angestellte in ihren Betrieben; die Waren, hauptsächlich Spielzeug und Kircheneinrichtungen, wurden über immer besser ausgebaute Bahn- und Straßennetze exportiert. Noch heute wird die Holzschnitzerei in Gröden als traditionelles Kunsthandwerk fortgeführt. Als klassisches Souvenir geht die Schnitzkunst mit dem Tourismus Hand in Hand.

Im Sommer ist St. Christina Ausgangspunkt für Wanderungen, Klettersteige und Bergtouren in den Dolomiten. Im Winter gilt der Ort als weißes Paradies und bietet Sportbegeisterten vielseitige Möglichkeiten und jede Menge Action. Von der örtlichen Langlaufloipe bis hin zu Skitouren, die weit in die Dolomiten hinauf führen, die berühmte Sellaronda und das Weltcuprennen auf der Saslong.