Schloss Gernstein wurde im 19. Jahrhundert im neuromanischen Stil wiedererrichtet

Schloss Gernstein

Neuromanik pur Schloss Garnstein, auch Gerstein genannt, liegt am Zusammenfluss des Tinnebachs und des Weissenbachs auf einem von drei Seiten unzugänglichen steilen Felshügel.

Die Lage von Schloss Garnstein im abgelegenen Tinnetal, weit ab von den mittelalterlichen Durchzugsstrecken durch das Eisacktal, scheint auf den ersten Blick abwegig. Das Tinnetal war aber über Jahrhunderte eine wichtige Grenze zwischen dem Herrschaftsgebiet der Fürstbischöfe von Brixen und jener von Trient. Noch dazu liegen unweit von Schloss Garnstein die Pfunderer Bergwerke, die mit ihrer reichen Ausbeute an Silber für die Brixner Bischöfe besonders bedeutsam waren. Unter diesen Gesichtspunkten war der Bau einer Festung in dieser entlegenen Gegend daher durchaus berechtigt.

Im 12. Jahrhundert wird die Burg in Zusammenhang mit der Familie Garre als Garrenstein erwähnt, von denen sie auf die Herren von Voitsberg übergeht. 1356 geht die Burg nach einer Belagerung an die Brixner Fürstbischöfe über, welche sie als Pfandschaft an die Herren von Villanders übergeben. Ab dem 16. Jahrhundert, und nach mehreren Besitzerwechseln, verfällt die Burg zusehends. Im Jahre 1880 wird die zur Ruine herabgesunkene Burg Garnstein von Generalleutnant Friedrich von Gerstein-Hohenstein erworben und in neuromantischem Stil wiederaufgebaut. Der Grund für den Kauf lag einzig darin, dass Generalleutnant Friedrich von Gerstein-Hohenstein ein Schloss wollte, dass seit Alters her seinen Namen trug, eine familiäre Namensbindung gab es aber nicht.

Schloss Garnstein ist heute in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.


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