Was willst du in Schlanders entdecken?
Da kauert ein Schloss auf kahlem Felsen. Schlandersberg im Vinschgau. Ein Quader kühler Symmetrie. Dichte Hecken begleiten eine Hitze reflektierende Steintreppe hinauf zum Eingangstor des Schlosses. Einzig eine Sonnenuhr und ein Wappen zieren seine Fassade. Und viele kleine Fenster. Dem Ausblick zuliebe. Dem Ausblick auf, sich zu Wogen auftürmende, nadelbaumbespickte Hügel. Der Blick in freiem Fall. Er landet in Schlanders, im Talboden.
Von endlosen Baumreihen und kräftigen Bergflanken beschützt und behütet liegt das Dorf im Herzen des Vinschgaus. Dem Nördersberg mit den düsteren Wäldern stellt sich der Sonnenberg mit seinen Weinbergen und lichten Kastanienhainen mutig entgegen. Dazwischen ragt, in Zinnober, nadelfein spitz und grazil, der Kirchturm 97 Meter hoch in die Lüfte. Sein Haupt hat er leicht nach Westen geneigt, wie zur Abwehr des Vinschger Winds, der stetig aus Richtung Laas herüber weht. Bunte Fresken zieren das Kircheninnere.
Edle Ansitze, Bürgerhäuser und historische Bauten – Tore zur Vergangenheit. Das Schlösschen Schlandersburg im schneeweißen Mauerkleid beinhaltet heute eine Bibliothek. Loggiengänge mit eng gestellten Rundsäulen, ein wuchtiges Portal, detailreich gemalte Wappen an den Wänden und ein lichter Arkadenhof, sogar die Kamine grüßen liebevoll verziert von den Dächern.
Bunt und lebendig präsentiert sich das Zentrum. Bauerngasthöfe, kleine Läden und Boutiquen säumen die autofreie Fußgängerzone und verleihen dem kleinen Dorf einen Hauch städtischen Flairs. Ein Flanierviertel mit gut besuchten Cafés.
Donnerstags trifft sich alles zum Feilschen, zum Einkaufen, zum Verhandeln. Voller Leben präsentiert sich der Wochenmarkt, bietet knackiges Obst, würzigen Käse, Kleidung und taufrische Blumen.






