Südtirol
Graun am Reschensee mit dem berühmten Kirchturm im Wasser.

Graun im Vinschgau

Kirchturmpolitik Der alte Kirchturm von Graun: Er ist bekannt aus Werbevideos, von Plattencovern von Rock- und Volksmusikgruppen und ein fixer Bestandteil eines jeden Dokumentarfilms über den oberen Vinschgau. Romanisch, aus dem 14. Jahrhundert, und dem Denkmalschutz ist es zu verdanken, dass der Grauner Kirchturm so bildschön aus dem Reschensee ragt.

Aus dem Reschensee, dem Mittersee und dem Haidersee wurde ein 677 Hektar großer Stausee, der Reschensee. Am 20.03.1947 ist das Flutungsprojekt des italienischen Stromkonzerns Montecatini (heute Edison) ohne Einwilligung der Grauner Bevölkerung und ohne einer angemessenen Entschädigung, beschlossen und umgesetzt worden. Das Dorf Graun wurde gesprengt und geflutet. Die Bevölkerung sollte sich am nahegelegenen St. Anna Hügel neu ansiedeln. Kein Protest und kein Einschalten des Papstes konnte das Projekt zu Fall bringen.

Heute ist das Dorf Graun ein beschaulicher kleiner Ort im Dreiländereck zwischen Italien, Österreich und der Schweiz.

Ein ganz besonderes landschaftliches wie kulturelles Erlebnis ist eine Seerundfahrt mit der MS Hubertus Interregio. Ergreifende Geschichten rund um die Entstehung des Sees erzählt der Kapitän persönlich.

In der warmen Jahreszeit bieten 200 km markierte Wanderwege im Wandergebiet Schöneben reichlich Möglichkeit diese Bergregion auf Schusters Rappen zu erleben. Wer es etwas adrenalinlastiger haben möchte, kann vom Gleitschirm aus das atemberaubende Panorama genießen oder sich mit rasantem Kitesurfen am Reschensee, die Zeit vertreiben. Im Winter bietet das nahegelegene Skiparadies Reschenpass, bestehend aus den drei Skigebieten Schöneben, Haideralm und Nauders in Tirol, Pistenspass auf 111 km bestens präparierter Pisten.